Union du Personnel des Finances en Europe                                            
                                                        Union of Finance Personnel in Europe
                                                        L’Unione del personale delle finanze in Europa    
 

 

 

 

Dieter Ondracek: Gedanken zur Übernahme der UFE-Präsidentschaft

So sehr uns die nationale Gewerkschaftsarbeit auf den Nägeln brennt, so sehr müssen wir auch erkennen: die nationale Gewerkschaftsarbeit wird in Zukunft immer stärker vom dynamischen Prozeß der europäischen Integration beeinflußt.

Mit der Einführung eines einheitlichen Währungsgebietes hat Europa für uns Finanzer eine ganz neue Dimension gewonnen. Die damit verbundene Europäisierung unserer Wirtschaft, die Globalisierung usw. wird immer stärker die wirtschaftlichen Vorgänge miteinander vernetzen und damit die Besteuerungsgrundlagen, und nicht zuletzt auch die Rechtsanwendung.

Hierzu nur ein besonders aktuelles Beispiel:

Der "Electronic Commerce", ein Handel über elektronisch vernetzte Kommunikationssysteme, d. h. der steuerlich relevante Vorgang spielt sich innerhalb des Netzes ab, hat für die Mehrwertsteuerbetrügereien ein ganz neues Betätigungsfeld eröffnet. Dem kann nur entgegengewirkt werden, wenn ein System gefunden wird, über das den Einnahmeverwaltungen unverfälschte und vollständige Datensätze zur Verfügung gestellt werden.

Darum ist es für die Deutsche Steuer-Gewerkschaft wichtig, dass sie in ihrer europäischen Spitzenorganisation, der Union des Finanzpersonals in Europa (UFE), Führungspositionen einnimmt. So ergänzt mein Amt als neu gewählter Präsident der UFE sinnvoll meine Arbeit als DSTG-Bundesvorsitzender.

Die Parole heißt: über den nationalen Zaun hinausblicken, nach Europa schauen und schon jetzt absehbare Entwicklungen frühzeitig erkennen und steuern. Nur wer diese Chance nutzt, hat eine Zukunftsperspektive. Die UFE gibt hierfür den effektiven gewerkschaftlichen Rahmen.